Weiterbildungsseminar für ErgotherapeutInnen Basel - Liestal

 

 

 Unser Angebot 

Das Weiterbildungsprogramm in der Schweiz / Liestal

Die Kurse werden jeweils ab 5 Teilnehmenden durchgeführt. Melden Sie sich mit unserem Kontaktlink an, Ihre Anmeldung wird bestätigt und gilt anschliessend als verbindlich.

Neu! Studentinnen und Studenten heissen wir kostenfrei bei allen Seminaren und im Sommercamp willkommen. 


Das Jahresprogramm 2020 im Überblick

 14.02.2020

Einführung   in die Gerontopsychiatrie: Alterungsprozesse im körperlichen, psychischen und   sozialen Bereich

Theorie   und Methodik

Fachbereich   Gerontopsychiatrie

 27.03.2020

Soziale Handungskompetenz: Erfassung und   Förderung

Theorie,   Methodik

Fachbereich   Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie

 24.04.2020

ADL (Activities of Daily Living): Entwicklung und   Erhalt der Selbständigkeit

Theorie,   Methodik,

Fachbereich   Psychiatrie, Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Gerontopsychiatrie

 29.05.2020

Kinder-   und Jugendlichengruppen: Leitung und Projekte

Methodik

Fachbereich   Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Pädiatrie

 19.06.2020

Psychodynamik   und Persönlichkeitsstruktur

Ergotherapeutisches   Behandlungskonzept

Borderline-Erkrankungen

 

Theorie,   Methodik

Fachbereich   Psychiatrie

 26. – 29.08.2020

Siebentes Sommercamp am Weiterbildungsseminar:

Modern Times

Ergotherapie im digitalen Wandel

Das gesamte Programm kann ab Dezember 2019 auf www.ergoseminar.ch   eingesehen oder bestellt werden

 

Theorie, Methodik

alle Fachbereiche

26.08.2020

Online-Sucht   bei Kindern und Jugendlichen

Theorie,   Methodik

Fachbereich   Kinder- und Jugendpsychiatrie

27.08.2020

Prioritäten  setzen: über das Filtern von relevanten Informationen, bei Prokrastination sowie   präventiv zum Schutz gegen digitalisierte Reizüberflutung

Theorie,   Methodik

Fachbereich,   Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie

 28.08.2020

Psychodynamik   und Persönlichkeitsstruktur

Ergotherapeutisches   Behandlungskonzept

Psychosomatik.   Wenn die Hektik die Psyche zu sehr belastet

Theorie,   Methodik

FB   Psychiatrie

29.08.2020

Arbeitslos:   was dann? Wenn Roboter uns die Arbeit stehlen

Theorie,   Methodik

Fachbereich   Psychiatrie, 

 25.09.2020

Die   psychosoziale Entwicklung: Bindung, Mentalisierung, Resilienz

Theorie,   Methodik

Fachbereich   Psychiatrie, Kinder- u. Jugendpsychiatrie

 30./31.10.u.   4.12.20

Grundlagenmodul

 Theorie,   alle Fachbereiche

 20.11.2020

Rollenspiel   mit Kindern und die Entwicklung der sozialen Handlungskompetenz 

Methodik

Fachbereich   Kinder- und Jugendpsychiatrie

 27.11.2020

Einführung   in die systematische Förderung der individuellen und sozialen   Handlungskompetenz durch erweiterte Leittexte

Methodik

Fachbereich   Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie

 

 Das Jahresprogramm im Detail

BEREICH THEORIE / ERGOTHERAPEUTISCHE METHODIK

GERONTOPSYCHIATRIE

Einführung in die Gerontopsychiatrie: 

Alterungsprozesse im körperlichen, psychischen und sozialen Bereich

 TeilnehmerInnen:       ErgotherapeutInnen Fachbereiche Gerontopsychiatrie,Psychiatrie, Neurologie 

Leitung:                       Marlys Blaser, n.n. 

Ort:                              Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                             9.15 - ca 17.45 (8 Lektionen)

Datum:                         14. Februar 2020

Kosten:                       CHFR  270.00

Anmeldung bis:           31. 01.2020 

Dieser Kurstag bietet eine Einführung in den Bereich Gerontopsychiatrie für ErgotherapeutInnen und damit in den entsprechenden Zertifizierungsgang. Alterungsprozesse im körperlichen, psychischen und sozialen Bereich werden vertieft referiert. Im körperlichen Bereich werden insbesondere die Einschränkung der Sinnesorgane, grob- und feinmotorische sowie neurologische Einschränkungen beleuchtet. Die psychosoziale Entwicklung ist mit dem Erreichen des Erwachsenenalters nicht abgeschlossen. Vielmehr stellen gerade das zunehmende Alter, abgeschlossene Lebensprojekte, gesundheitliche Einschränkungen und die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens neue Herausforderungen im Entwicklungsprozess dar. Soziale Kontakte werden durch altersbedingte Einschränkungen ebenfalls erschwert. Es kann zur Vereinsamung oder Isolation kommen. 

Die Digitalisierung der Welt spielt dabei eine nicht geringe Rolle

Die Bedeutung von Alterungsprozessen für die psychische Befindlichkeit sowie ihr Einfluss auf bereits bestehende psychische Erkrankung resp. auf erst im Alter auftretende psychische Erkrankung wird aufgezeigt und diskutiert.

BEREICH THEORIE / ERGOTHERAPEUTISCHE METHODIK

PSYCHIATRIE

Soziale Handlungskompetenz: Erfassung und Förderung

TeilnehmerInnen:          ErgotherapeutInnen Fachbereich Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie

Leitung:                        Marlys Blaser

Ort:                              Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                             9.15 - ca 17.45 (8 Lektionen)

Datum:                        27. März 2020

Kosten:                        CHFR  270.00

Anmeldung bis:             01.02.2020

Die Faktoren sozialer Handlungskompetenz sind diejenigen Fähigkeiten und Eigenschaften, die es einem Menschen ermöglichen, innerhalb eines sozialen Systems eine Handlung so zu gestalten, dass sie sowohl den Anforderungen, die soziale Systeme an ihn stellen, als auch den eigenen physischen und psychischen Bedürfnissen gerecht werden. Sie basieren auf einer guten Mentalisierungsfähigkeit und stellen einen wichtigen Faktor psychischer Resilienz dar. Oftmals ist die Balance zwischen der Anpassung nach innen resp. nach aussen unausgeglichen und führt zu Erschöpfung und Depression oder zu Verwahrlosung und sozialer Isolation.

In diesem Seminar wird einerseits der Begriff der sozialen Handlungskompetenz ausführlich referiert und ein Erfassungsinstrument für die Ergotherapie eingeführt, andererseits werden die ergotherapeutischen Handlungsformen, insbesondere die Gruppensettings beleuchtet und diskutiert.


 BEREICH THEORIE, PSYCHIATRIE, KINDER- UND JUGENDPSYCHIATRIE

THEORIE, ERGOTHERAPEUTISCHE METHODIK

 ADL (Activities of Daily Living): Entwicklung und Erhalt der Selbständigkeit 

TeilnehmerInnen:          ErgotherapeutInnen Fachbereich Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie

Leitung:                         Marlys Blaser

Ort:                                Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                               9.15 - ca 17.45 (8 Lektionen)

Datum:                           24. April 2020

Kosten:                          CHFR  270.00

Anmeldung bis:             15.02.2020

Die Selbständigkeit im persönlichen Alltag ist für das Selbstwertgefühl und dieSelbstwirksamkeitsüberzeugung sehr wichtig. Beide stellen Persönlichkeitsmerkmale dar, die resilientes Handeln in jedem Lebensalter ermöglichen. Aktivitäten des täglichen Lebens sind Handlungen eines Menschen in seinem ganz persönlichen Alltag und sozialen Umfeld. Mittels dieser Handlungen erfüllt sich ein Mensch seine ureigenen Bedürfnisse von der Pflege des eigenen Körpers bis zur Lebensgestaltung und Selbstverwirklichung. Dieser vielleicht zentralste Aspekt menschlichen Handelns wird neu und auf die Psychiatrie aller Altersbereiche bezogen beleuchtet. Welche Grundbedürfnisse hat ein Mensch heute? In welchen Lebensbereichen möchte er selbständig sein? Welche Bedürfnisse möchte er autonom befriedigen können? Welchen Einfluss übt die Digitalisierung der Welt darauf aus?

Die Entwicklung der Selbständigkeit wird aus dem Blickwinkel verschiedener Entwicklungstheorien anhand von Aktivitäten des täglichen Lebens referiert. Die Folgen eines Abbaus der Selbständigkeit mit zunehmendem Alter und die entsprechenden psychischen Auswirkungen werden aufgezeigt. Spezifische Verzögerungen und Beeinträchtigungen der Selbständigkeitsentwicklung bei verschiedenen Krankheitsbildern werden diskutiert. Methodische Varianten zur Erfassung und Förderung der ADL (z.B. erweiterte Leittexte, Rolleninventar, Beratung von Eltern und Schule bezüglich Hilfestellungen und Hilfsmitteln) in der Ergotherapie werden vermittelt und zur Selbsterfahrung zur Verfügung gestellt. 

Der Einsatz von erweiterten Leittexten kann im entsprechenden Seminar vom 28. November vertieft werden. 

BEREICH THEORIE, METHODIK, THERAPEUTISCHE HALTUNG

PSYCHIATRIE, KINDER- U. JUGENDPSYCHIATRIE

 Kinder- und Jugendlichengruppen: Leitung und Projekte 

TeilnehmerInnen:          ErgotherapeutInnen  Kinder- und Jugendpsychiatrie

Leitung:                         Marlys Blaser

Ort:                                Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                               9.15 – 17.45 (8 Lektionen)

Datum:                          29. Mai 2019

Kosten:                          CHFR 270.00

Anmeldung bis:             30.4.2019

In der Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeitet die Ergotherapie oft in Gruppensettings. In diesem Seminar wird aufgezeigt, welche Vorteile diese bringen, wie sie dazu geeignet sind, nebst der individuellen auch die soziale Handlungskompetenz zu fördern und wie sie ergotherapeutisch konzipiert werden können wird aufgezeigt. Damit Gruppensettings tatsächlich die soziale Handlungskompetenz zu fördern vermögen, braucht es spezielle Handlungsformen, die geeignet sind, soziale Netze zu knüpfen und soziale Interaktionen zu fördern. Solche Handlungsformen werden aufgezeigt und geübt. Im zweiten Teil werden bestehende Projekte vorgestellt, anhand derer sich ein Katalog möglicher und erfolgsversprechender Gruppenprojekte aufstellen lässt.

In diesem Seminar werden die Erfahrungen von Ergotherapeutinnen, die mit Kinder- und Jugendlichengruppen arbeiten ausgetauscht und tragen zur Motivation bei, selbst vermehrt in Gruppen zu arbeiten. 

BEREICH THEORIE

PSYCHIATRIE, GERONTOPSYCHIATRIE

PSYCHODYNAMIK UND PERSÖNLICHKEITSSTRUKTUR, ERGOTHERAPEUTISCHES BEHANDLUNGSKONZEPT

Borderline

 TeilnehmerInnen:         ErgotherapeutInnen Fachbereich Psychiatrie , Gerontopsychiatrie

Leitung:                         M. Blaser

Ort:                                 Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                                9.15 - ca 17.45 (8 Lektionen)

Datum:                           19. Juni 2020

Kosten:                          CHFR 270.00

Anmeldung bis:              1.5.2020

Behandlungskonzepte der Ergotherapie stellen den Menschen und seine autonome Handlungsfähigkeit in den Mittelpunkt aller therapeutischen Handlungsweisen. Die Betätigung des individuellen Menschen in seinem persönlichen sozialen Umfeld und damit auch seine sozialen Handlungskompetenzen stehen an erster Stelle. Um klientenzentriert vorgehen zu können, braucht die Ergotherapeutin/ der Ergotherapeut jedoch ein fundiertes Wissen über die speziellen Ressourcen und Beeinträchtigungen, die ein bestimmtes psychiatrisches Krankheitsbild mit sich bringt. Ohne dieses fundierte Wissen besteht die Gefahr des Scheiterns Der Bemühungen, die Patientin in ihrem eigenen, psychosozialen Umfeld und gemäss ihren eigenen Bedürfnissen und Wünschen im Hinblick auf selbständiges Handeln zu unterstützen.

Die spezifischen Ressourcen und Beeinträchtigungen der Handlungsfähigkeit werden anhand der psychosozialen Entwicklung und der daraus entstandenen Persönlichkeitsstruktur an einer Borderline-Störung erkrankter Menschen aufgezeigt. Sie finden dadurch eine Erklärung und können in der Ergotherapie besser erfasst werden.

Die Kenntnis und individuelle Erfassung der für eine Borderline-Störung spezifischen Handlungsweisen ermöglicht den gezielten Einsatz eines ergotherapeutischen Behandlungskonzeptes. Dieses beinhaltet das Erfassen des Istzustandes, das Setzen sinnvoller Ziele und der evidenzbasierten Einsatz von Mitteln und Instruktionsmethoden. Anhand von praktischen Beispielen werden Einsatz und Akzentuierung des Behandlungskonzeptes im Hinblick auf den individuell relevanten Lebenszusammenhang diskutiert.

Fallbeispiele der Teilnehmenden können vorgestellt und diskutiert werden.


BEREICH THEORIE / ERGOTHERAPEUTISCHES BEHANDLUNGSKONZEPT

KINDER- UND JUGENDPSYCHIATRIE

 Modern Times: Ergotherapie und die Digitalisierung der Welt

Siebentes Sommercamp 26.-29. August 2020

Kosten und Anmeldung

Jeder Seminartag am Sommercamp beinhaltet 9 Lektionen und kostet CHFR 325.00

Bei einer Buchung der vollständigen Kurswoche ist der 4. Seminartag kostenfrei!

Die Seminartage können einzeln gebucht werden.

Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie eine Kursbestätigung/ Rechnung. Ihre Anmeldung gilt mit der Einzahlung bis 30. Juni als verbindlich, bei einer Stornierung nach dem 31. Juli kann keine Rückerstattung bzw. kein Kostenerlass mehr erfolgen.

Die Seminartage werden bei einer Mindestteilnehmerinnenzahl 5 durchgeführt. Falls ein Seminartag nicht durchgeführt werden kann, werden Sie bis zum 30. Juni benachrichtigt.

Für StudentInnen ist die Teilnahme kostenfrei!

In Ausnahmefällen ist eine kurzfristigere Anmeldung möglich, zögern Sie nicht, anzufragen.

Für die Vermittlung günstiger Unterkunftsmöglichkeiten melden Sie sich bitte rechtzeitig. 

Überblick

Jeder Seminartag kann einzeln gebucht werden und beinhaltet die folgenden Gefässe

Inputs                                                  8.45 – 9.45

In den Inputs vermitteln verschiedene Dozentinnen sinnliche und sinnhafte Möglichkeiten für eine Erweiterung des ergotherapeutischen Spektrums.


Theorieseminare                             10.00 – 13.00

Die Theorieseminare richten sich an alle interessierten ErgotherapeutInnen. Sie werden so gestalten, dass sie einerseits ein Quereinsteigen ohne absolvierten Grundkurs ermöglichen, andererseits als Auffrischer zu Inhalten des Praxismodells Blaser und als Ergänzung theoretischen Fachwissens geeignet sind.

Workshops                                        14.14 – 16.15

Die Workshops werden von erfahrenen ErgotherapeutInnen geleitet. Sie bieten die Möglichkeit, sich mit Handlungsformen der Ergotherapie, (Mittel, Instruktionsmethoden, Erfassungsmethoden, therapeutischen Haltungen und Interventionen) aktiv auseinanderzusetzen. Die WorkshopleiterInnen stellen eigene Projekte zur Diskussion.

Meisterwerke                                     17.00 – 18.15

Zur Abrundung des informationsreichen  Seminartages werden in verschiedener Form Meisterwerke vorgestellt und dikskutiert. Traditionsgemäss bereitet den Anfang ein gemeinsamer Filmabend. Als weitere Meisterwerke wollen wir ergotherapeutische Behandlungen durch erfahrene Kolleginnen betrachten. Diese stellen Fallbeispiele vor, die supervidiert und besprochen werden. Ein Supervisionsplatz erfordert möglichst baldige Anmeldung, die Plätze sind sehr begrenzt. Kolleginnen, die am Sommercamp teilnehmen, sind eingeladen, als HörerInnen an den Supervisionen teilzunehmen.

Der Zyklus Meisterwerke wird mit der Vorstellung neuer Zertifizierungsarbeiten abgerundet. In diesem Rahmen ist es auch möglich, andere eigene Projekte vorzustellen.

Abendprogramme                          ab 19 Uhr

Der kollegiale Austausch über berufliche und berufspolitische Themen sowie die Entschleunigung im gemütlichen Zusammensein sind uns wichtig.

Ein Filmabend, ein gemeinsames Abendessen, ein spontaner gemeinsamer Abendspaziergang, zur Abrundung der Woche ein gemütlicher Apero u.a.m. bieten sich an. Die Teilnahme erfordert z.T. eine Anmeldung, vgl. Programm

26. August / 1. Tag

Online-Sucht bei Kindern und Jugendlichen

 TeilnehmerInnen:        ErgotherapeutInnen Fachbereich Kinder- und Jugendpsychiatrie

Leitung:                        M. Blaser

Ort:                               Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                              8.45 – 18.15 (9 Lektionen)

Datum:                            26. August 2020

Kosten:                         CHFR  325.00

Anmeldung bis:             30. 6. 2020

Zum Theorieseminar:

Die Sorge, was mit Menschen geschieht, die eine Online-Sucht entwickeln, hat bereits vor vielen Jahren mit einem Unbehagen, dass manche Kinder und Jugendliche sich allzu viel in den sozialen Medien und in Online-Spielen bewegen, angefangen. Sie sind ständig am Handy und haben dadurch zu wenig Zeit und Möglichkeiten, in der realen Welt Erfahrungen sowohl im Umgang mit dem praktischen Alltag als auch mit realen Beziehungen zu sammeln. Immer mehr wird auch das Cyber-Mobbing an Schulen und in Freizeitgruppen zu einem sehr schwierig angehbaren Problem. In der Aufzählung der Symptome einer Online-Sucht wird deutlich, dass es einerseits um eine Suchtproblematik geht, andererseits jedoch auch den Ausdruck einer Anpassungsstörung mit depressiven Symptomen darstellt. Damit schliesst sich ein Kreis: eine schwache psychische Resilienz (individuelle und soziale Handlungskompetenz, Selbstwirksamkeitsüberzeugung) wird mit Online Spielen und virtuellen sozialen Kontakten kompensiert, was wiederum zu Entfremdung und mangelhafter Weiterentwicklung der psychischen Resilienz führt. Ein Problemkreis, in dem die Ergotherapie viele Ansatzmöglichkeiten zu Veränderungen bietet. 

Input              Modern Times I: Kinder zwischen Begeisterung und Überforderung

                       M. Blaser

Erwachsene haben Fähigkeiten, um sich in diesem Konflikt gegen die Überforderung zu schützen: Kognitive Verarbeitungsfähigkeit, Reflexionsfähigkeit, Frustrationstoleranz und vieles mehr. In diesem Input werden wir sensibilisiert für die relative Schutzlosigkeit von Kindern und Jugenldichen und entwickeln Möglichkeiten, mit Kindern bessere Schutzschilder aufzustellen.

Workshop       Ein sinnvoller Kompromiss: Digitale Medien in Kindertherapien

                      V. Marino

Der Alltag von Kindern unserer Zeit und Gesellschaft ist durch digitale Medien geprägt. In der Folge haben immer mehr Kinder Mühe, den Einstieg in praktisches Handeln zu finden. Eine flexible Reaktion darauf ist der gut reflektierte Einsatz von Computer, Tablet, Grafiktablett und Videokonsole in der Ergotherapie.

In diesem Workshop werden Überlegungen zur Indikation für diese Mittel theoretisch abgestützt. In einem praktischen Teil erhalten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die verschiedenen Medien und Programme auszuprobieren, die sich in der Anwendung zur Erreichung von ergotherapeutischen Zielsetzungen bewährt haben. Falls vorhanden, können eigene Medien und Programme mitgebracht werden, so dass eine Austauschbörse möglich wird.

 

27. August / 2. Tag

BEREICH THEORIE

PSYCHIATRIE, GERONTOPSYCHIATRIE, KINDER- U. JUGENDPSYCHIATRIE

Prioritäten setzen: über das Filtern von relevanten Informationen 

Bei Prokrastination sowie präventiv zum Schutz gegen digitalisierte Reizüberflutung.

TeilnehmerInnen:          ErgotherapeutInnen Fachbereich Psychiatrie, Gerontopsychiatrie, Kinder- u. Jugendpsychiatrie

Leitung:                         M. Blaser

Ort:                                Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                               8.45 – 18.15 (9 Lektionen)

Datum:                          27. August 2020

Kosten:                          CHFR 325.00

Anmeldung bis:             30. 6. 2020

Zum Theorieseminar

Habe ich eine Aufmerksamkeits-Defizit-Störung oder werde ich jetzt einfach von Informationen überflutet? Diese Frage stellen wir uns immer öfter angesichts des digitalen Wandels. Ein zentrales Thema im Zusammenhang mit der Förderung individueller und sozialer Handlungskompetenz ist immer wieder das Setzen von Prioritäten. Dies gewinnt im Zuge der Digitalisierung an Bedeutung. In diesem Theorieseminar wird beleuchtet, wie wir in neurologischer, psychologischer und sozialer Hinsicht Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden und für unser Handeln Prioritäten setzen können. Dabei ist im Speziellen das Problem der Prokrastination, des Herausschiebens mit der Folge psychischen Leidens, angesprochen. Wir beschäftigen uns in diesem Seminar jedoch auch mit der Frage, wie jeder Mensch Prioritäten setzen kann und bewegen uns ebenso im therapeutischen wie auch im vorbeugenden Bereich der Ergotherapie.

Input:             Modern Times II: Erwachsene zwischen Reizüberflutung und Sinnentleerung

                        M. Blaser

Die Geister, die ich rief…

So kommen wir uns oft vor im Strudel der Beschleunigung. «Ich weiss nicht mehr, wo mir der Kopf steht», «ich blicke nicht mehr durch». Als Vorbereitung zum Theorieseminar zum Thema Prioritäten setzen gibt dieser Input Anstoss zum Innehalten, sich mental und körperlich Wiederfinden und dem Ansturm des Alltags mit Gelassenheit zu begegnen. Die entsprechenden Methoden werden zum Ausprobieren und zur Aufnahme in das ergotherapeutische Repertoire angeboten.   

 Workshop       Wenn Freizeitwünsche in Erfüllung gehen

                       U. Steiner

Bei längerer Arbeitslosigkeit fällt es den Betroffenen oft schwer, einen Einstieg in als sinnvoll erlebte Freizeitgestaltung zu finden. Schon seit einigen Jahren kümmert sich deshalb die Ergotherapie nicht nur um Arbeitsrehabilitation, sondern auch um die Planung und Gestaltung freigewordener Zeit. Der Bedarf nach solcher Unterstützung wird in den kommenden Jahren immer noch zunehmen, wenn durch die Digitalisierung von verschiedenen Arbeitsprozessen Arbeitsplätze wegfallen. In diesem Workshop wird ein Projekt einer Freizeitplanungsgruppe vorgestellt, das für Menschen mit Erledigungsblockaden entwickelt wurde und sich gut nicht nur auf weitere Problembereiche, sondern auch auf den Bereich längerfristiger Arbeitslosigkeit ausdehnen lässt. Im Workshop wird das Projekt vorgestellt und einzelne Inhalte können erprobt werden. Eigene Freizeitwünsche könnten plötzlich in Erfüllung gehen!              

 

28. August / 3. Tag

 BEREICH THEORIE / ERGOTHERAPEUTISCHES BEHANDLUNGSKONZEPT

PSYCHIATRIE, GERONTOPSYCHIATRIE

 Psychosomatik: Wenn die Hektik Körper und Psyche zu sehr belastet

TeilnehmerInnen:         ErgotherapeutInnen der Fachbereiche Psychiatrie und Gerontopsyciatrie

Leitung:                        M. Blaser

Ort:                               Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                              8.45 – 18.15 (9 Lektionen)

Datum:                          28. August 2020

Kosten:                         CHFR 325.00

Anmeldung bis:             30. 6. 2020

Zum Theorieseminar

Behandlungskonzepte der Ergotherapie stellen den Menschen und seine autonome Handlungsfähigkeit in den Mittelpunkt aller therapeutischen Handlungsweisen. Die Betätigung des individuellen Menschen in seinem persönlichen sozialen Umfeld und damit auch seine sozialen Handlungskompetenzen stehen an erster Stelle. Um klientenzentriert vorgehen zu können, braucht die Ergotherapeutin/ der Ergotherapeut jedoch ein fundiertes Wissen über die speziellen Ressourcen und Beeinträchtigungen, die ein bestimmtes psychiatrisches Krankheitsbild mit sich bringt. Ohne dieses fundierte Wissen besteht die Gefahr des Scheiterns der Bemühungen, die Patientin in ihrem persönlichen sozialen Umfeld und gemäss ihren eigenen Bedürfnissen und Wünschen im Hinblick auf selbständiges Handeln zu unterstützen.

Die spezifischen Ressourcen und Beeinträchtigungen der Handlungsfähigkeit werden anhand der psychosozialen Entwicklung und der daraus entstandenen Persönlichkeitsstruktur psychosomatisch erkrankter Menschen aufgezeigt. Sie finden dadurch eine Erklärung und können in der Ergotherapie besser erfasst werden.

Die Kenntnis und individuelle Erfassung der für eine psychosomatische Erkrankung spezifischen Handlungsweisen ermöglicht den gezielten Einsatz eines ergotherapeutischen Behandlungskonzeptes, das Erfassung, sinnvolle Zielsetzungen und den evidenzbasierten Einsatz von Mitteln und Instruktionsmethoden beinhaltet. Anhand von praktischen Beispielen werden Einsatz und Akzentuierung des Behandlungskonzeptes im Hinblick auf den individuell relevanten Lebenszusammenhang diskutiert.

In diesem Theorieseminar im Rahmen des Sommercamps werden insbesondere die psychischen und sozialen Belastungen thematisiert, die im Zeitalter des digitalen Wandels immer heftiger werden. 

Input   Entspannung in der Kreativität

                                   n.n.

Die Digitalisierung der Welt bringt eine unaufhaltsame Beschleunigung des Alltags mit sich. Im Strudel von Zeit- und Leistungsdruck sind Inseln notwendig und wichtig, auf denen Entspannung möglich ist. In diesem Workshop wird aufgezeigt, wie bildnerisch-gestalterische Mittel zur Entspannung führen können und wie die / der Ergotherapeut*in sie motivierend in den Alltag der Klient*innen verankern kann. Die Teilnehmenden erhalten die Gelegenheit zu eigenen Erfahrungen. 

Workshop                   Freuden und Leiden mit der Digitalisierung der Welt

                                   E. Zachos

 In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit schwierigen Kindheitserfahrungen auseinander, die die psychosoziale Entwicklung beeinträchtigen und in psychiatrische Erkrankungen münden. Dazu kumulieren sich nun noch die schwierigen Einflüsse der digitalen Welt. Ist da nur noch Schwarzsehen möglich? Kann die Ergotherapie schädlichen Einflüssen – insbesondere auf die Selbstwirksamkeitsüberzeugung – entgegenwirken, vielleicht sogar gerade auch mit bewusst eingesetzten, die Handlung fokussierenden digitalen Mitteln? Kann sie mittels von alltäglichen, handwerklichen und kreativen Mitteln die Balance wieder herstellen?

In diesem Workshop erhalten die Teilnehmenden neue Gedankenanstösse, setzen sich mit der psychosozialen Entwicklung in einer digitalen Welt auseinander und diskutieren Möglichkeiten der Ergotherapie, sich der Zeitströmung nicht entgegenzusetzen, sondern sie zu nutzen.

 

29. August / 4. Tag

BEREICH THEORIE, THERAPEUTISCHE HALTUNG

PSYCHIATRIE

Wenn Roboter uns die Arbeit stehlen: arbeitslos, was dann?

TeilnehmerInnen:          ErgotherapeutInnen Psychiatrie, Gerontopsyciatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie

 Leitung:                        M. Blaser 

Ort:                               Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                              8.45 – 18.15 (9 Lektionen)

Datum:                          29. August 2020

Kosten:                         CHFR 325.00

Anmeldung bis:             30. 6. 2020

 Zum Theorieseminar 

Im Zusammenhang mit dem Right of Occupation, das der WFOT am Weltkongress 2018 Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten zu bedenken aufgetragen hat, stellen sich viele Fragen.

In diesem Theorieseminar wird erörtert, was Occupational Deprivation für einen Menschen bedeutet. Welche Auswirkungen hat die Arbeitslosigkeit auf die psychische Befindlichkeit? Auf welche Weise schränken psychiatrische Erkrankungen die Arbeitsfähigkeit ein und führen dadurch zu einer Deprivation? Aus diesen Überlegungen ergibt sich ein Konzept über den Beitrag der Ergotherapie zur Occupational Justice. Welche Handlungsformen kann die Ergotherapie im Hinblick auf Gleichberechtigung, sich handelnd in einem sinnstiftenden Zusammenhang zu erleben anbieten?

Dieses Theorieseminar soll nicht theoretisch bleiben, sondern auch zur Diskussion anregen. Es spricht auch Ergotherapeut*innen an, die mit Kindern arbeiten und sich überlegen müssen, wie sie Kinder darauf vorbereiten können, im Erwachsenenleben an diesem Recht teilhaben zu können. Ergotherapeut*innen, die im Erwachsenenbereich arbeiten, müssen sich um die Frage kümmern, wodurch Arbeit, die durch die Digitalisierung wegfällt, ersetzt werden kann, das heisst insbesondere auch, wie Freizeit sinnvoll gestaltet werden kann und wie die Ergotherapie Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen dabei unterstützen kann. Die Diskussion wird im Nachmittagsworkshop zusammen mit einer Fachperson aus dem juristischen Bereich fortgesetzt.

 Input              Wohltaten für verspannte Nacken

                       R. Banjac

Stundenlang am Computer sitzen – ob nun für Spiele, für die Arbeit oder für die Lieblingsserie – wird meist mit Nackenverspannungen gebüsst. Aber auch der Alltagsstress, die Eile, der Leistungsdruck belasten oft den Nacken. In diesem Workshop lernen wir einfache Übungen kennen, die helfen, den Nacken zu entspannen, bevor er seine Dienste ganz versagt. Mit achtsamem Üben, verbunden mit dem Rhythmus des Atems, gelangen wir zu Entspannung, Wohlgefühl und neuer Energie. Die Übungen sind als Einstiegsübungen oder Übungen während anstrengender Arbeit an einem Werkstück, am Computer (nicht nur) in der Ergotherapie für Jung und Alt geeignet.

Workshop       Occupational Justice: Was kann die Ergotherapie im Fachbereich Psychiatrie dazu beitragen?

                       n.n.

In diesem Workshop werden wir uns mit der Bedeutung der Begriffe Occupational Justice und Right of Occupation auseinandersetzen. Was bedeuten diese Begriffe und weshalb hat sie die WHO in ihren Katalog aufgenommen? Ist die praktische Umsetzung im Fachbereich Psychiatrie überhaupt möglich und wie kann sie ergotherapeutisch unterstützt werden?

Diese und viele andere Fragen werden uns bewegen und wir werden die Hilfe juristische Expertise in Anspruch nehmen, um sie konkret und auf die Ergotherapie bezogen diskutieren zu können.


BEREICH THEORIE / ERGOTHERAPEUTISCHE METHODIK

KINDER- U. JUGENDPSYCHIATRIE

Rollenspiel mit Kindern und die Entwicklung der sozialen Handlungskompetenz

TeilnehmerInnen:          ErgotherapeutInnen Fachbereich Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pädiatrie, 

Leitung:                         M. Blaser         

Ort:                                Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                               9.15 - ca 17.45 (8 Lektionen)

Datum:                          22. November 2020

Kosten:                          CHFR 270.00

Anmeldung bis:            1. August 2020

Das Rollenspiel eignet sich zur Förderung verschiedener Bereiche der kindlichen Entwicklung. Oft werden in der Ergotherapie Übungen für die Motorik, Sensorik und Wahrnehmung in Rollenspiele verkleidet, die dem Kind viel Spass machen und gleichzeitig abstraktes Denken, sowie Flexibilität und Kreativität im Umgang mit Menschen und mit Gegenständen fördern.

Oft initiieren Kinder auch selber Rollenspiele, in denen sie Freuden, Ängste und Sorgen verarbeiten möchten. Wenn das Kind intrapsychische Konflikte darstellt und zu lösen versucht, geraten Therapeutin und Kind manchmal an die Grenzen ihrer Möglichkeiten.

Das Rollenspiel fördert in grossem Ausmass die Mentalisierungsfähigkeit, die der sozialen Handlungskompetenz zugrunde liegt. Dementsprechend nimmt das Rollenspiel in der kindlichen Entwicklung einen äusserst wichtigen Stellenwert ein. Kinder mit körperlichen Behinderungen erleben Einschränkungen im Rollenspiel, die sie mit Unterstützung der Ergotherapie überwinden können. Kinder aus sozial benachteiligten Familien suchen Gelegenheiten, 

sowohl ihre innere Welt  als auch andere zu verstehen und sozial handeln zu lernen.

In diesem Seminar werden methodische Möglichkeiten ebenso wie Grenzsituationen aufgezeigt und diskutiert. 

BEREICH THEORIE / METHODIK

PSYCHIATRIE, KINDER- UND JUGENDPSYCHIATRIE

THEORIE, ERGOTHERAPEUTISCHE METHODIK

Einführung in die systematische Förderung der individuellen und sozialen Handlungskompetenz durch erweiterte Leittexte

TeilnehmerInnen:         ErgotherapeutInnen Fachbereiche Psychiatrie,Kinder- u. Jugendpsychiatrie

Leitung:                        Marlys Blaser

Ort:                               Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                              9.15 - ca. 17.45 (8 Lektionen)

Datum:                          28. November 2020

Kosten:                         CHFR 270.00

Anmeldung bis:             31. 10. 2019

Bewusstseinsprozesse lösen Veränderungen der kognitiven Steuerung und Energetisierung von Handlungen aus. Sie können ergotherapeutisch angeregt und genutzt werden. Durch Erweiterte Leittexte (Leittexte, Struktur-Lege-Technik mittels Kärtchen, Bildlegenden u.a.m.) werden Bewusstseinsprozesse unterstützt und die Selbststeuerung verbessert.

Erweiterte Leittexte bauen direkt auf der Erfassung der Handlungskompetenz auf und finden ihren Einsatz in der Ergotherapie sowohl mit Erwachsenen als auch mit Kindern. Ressourcen, Schwierigkeiten und Behinderungen können optimal berücksichtigt werden. Erweiterte Leittexte stellen auch in der Erwachsenenbildung ein wichtiges didaktisches Mittel dar. Das gezielt handlungsorientierte Lernen unterstützt Autonomie, Selbstwerterleben und Selbstwirksamkeitsüberzeugung.

Die handlungstheoretischen Grundlagen für die Konzeptualisierung erweiterter Leittexte werden vermittelt. Anhand bestehender erweiterter Leittexte wird die Methodik in Selbsterfahrung erprobt.

Anwendungsbereiche und Möglichkeiten des Einsatzes in der Psychiatrie und Kinder- /Jugendpsychiatrie werden aufgezeigt und diskutiert. Das Ziel ist, Leittexte praktisch anpassen und einsetzen zu können.

Dieser Seminartag eignet sich auch als Refresher. 

BEREICH THEORIE, METHODIK

 ALLE FACHBEREICHE DER ERGOTHERAPIE

Grundlagenmodul

TeilnehmerInnen:          ErgotherapeutInnen aller Fachbereiche

Es wird aktive Teilnahme und die Bereitschaft zur Bearbeitung eigener PatientInnenbeispiele erwartet.

 Leitung:                        M. Blaser, U. Steiner, E. Binder

 Ort:                              Militärstrasse 19, 4410 Liestal

 Zeit:                             jeweils 9.15 bis ca 17.45 (8 Lektionen)

 Datum:                         30. / 31. Oktober und 4. Dezember 2020

 Kosten:                        CHFR 800.00

Wir empfehlen das Fachbuch zum Kurs: Blaser M, Csontos I 2014: Ergotherapie in der Psychiatrie, Handlungsfähigkeit und Psychodynamik in der Erwachsenen-, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Verlag Hans Huber, ISBN978-3-456-85324-6, sowie das neu erschienene Fachbuch: Individuelle und soziale Handlungskompetenz: Manual und Erfassungsinstrumente für die Ergotherapie

Anmeldung bis:             31. 8. 2020

Das Grundlagenmodul dauert 3 Tage und wird einmal jährlich durchgeführt. Es werden Kenntnisse über Handlungstheorien und über den Zusammenhang zwischen Handlungskompetenz und Psychopathologie vermittelt und vertieft.

Das handlungstheoretische Modell nach M. Blaser wird vorgestellt. Ein auf diesem Modell basierendes Konzept zum Klinischen Reasoning wird vermittelt.

Die TeilnehmerInnen werden in den Gebrauch eines Erfassungsbogens für die Handlungsfähigkeit eingeführt. Die Anwendung des Bogens wird im jeweiligen Arbeitsfeld der TeilnehmerInnen erprobt und von uns supervidiert.

Die Formulierung von ergotherapeutischen Zielen sowie von handlungsbezogenem Feedback wird unter dem Aspekt der patientInnenzentrierten Arbeit und Gesprächsführung einerseits, unter dem Aspekt der interdisziplinären Berichterstattung andererseits aufgezeigt.

Der Grundkurs wird als Vorbereitung auf die Teilnahme an den Fortbildungstagen empfohlen.

 




Das Weiterbildungsprogramm in Österreich

Informationen und Anmeldung: www.fortbildung@ergoaustria.a

Seminare in Wien

28.02.-01.03.      Grundkurs

                   s. Programm Schweiz

2020                    Leitung: M. Blaser u. L. Schnuderl

02.03.2020           Borderline

                              Leitung: M. Blaser u. L. Schnuderl       

 

Behandlungskonzepte der Ergotherapie stellen individuelle und soziale Handlungskompetenz in den Mittelpunkt aller therapeutischen Handlungsformen. Um klientenzentriert vorgehen zu können, braucht die Ergotherapeutin zusätzlich ein fundiertes Wissen über die speziellen Ressourcen und Beeinträchtigungen, die ein bestimmtes psychiatrisches Krankheitsbild mit sich bringt. In diesem Seminar werden diese anhand der psychosozialen Entwicklung und der daraus entstandenen Persönlichkeitsstruktur aufgezeigt. Anhand von Collagen erhalten die Teilnehmenden einen lebendigen Einblick in die Erlebenswelt von Menschen mit einer Borderline-Erkrankung. Es wird aufgezeigt, wie Skills aus dem Stresstoleranzmodul des DBT zur Spannungsreduktion in schwierigen Alltagssituationen aus der Ergotherapie in den persönlichen Alltag umgesetzt werden können.

 

              

03.03.2020          Kreativität und Handwerk: zwei Mittel, die die Ergotherapie auszeichnen

                           Leitung: M. Blaser

An diesem Fortbildungstag werden die Mittel der Kreativität und des Handwerks in ein handlungstheoretisch ausgerichtetes Praxismodell für die Ergotherapie integriert und theoretisch fundiert. Dabei wird aufgezeigt, wie mit den beiden Mitteln kognitive, emotionale und soziale Prozesse angeregt und begleitet werden können, die in eine Verbesserung der individuellen und sozialen Handlungskompetenz münden und die psychische Resilienz stärken. Einem achtsamen Umgang mit gestalterischen und kreativen Prozessen und Erzeugnissen wird besonderes Augenmerk geschenkt.

Erfahrungen und Ideen können eingebracht und ausgetauscht, Beispiele aus der Praxis reflektiert werden.

Ziel dieses Fortbildungstages ist es, ein breiteres, farbigeres und theoretisch fundierteres Spektrum an ergotherapeutischen Mitteln gezielt zur Förderung der individuellen und sozialen Handlungskompetenz und mithin Stärkung der psychischen Resilienz einsetzen zu können.

 04.03.2020           Depression im Kindes- und Jugendalter

                    Leitung: M. Blaser

Depressiv erkrankte Kinder werden häufig nicht als solche erkannt, sondern eher als allgemein schwierige oder auffällige Kinder angesehen. Oft leiden sie reaktiv an Depressionen oder depressiven Verstimmungen als Folge schwieriger sozialer Umstände oder als Folge verschiedenster Behinderungen. Ihre Behandlung bedingt die Sensibilisierung der sie oft aus ganz anderen Gründen betreuenden Ergotherapeutinnen für ihre Schwierigkeiten und für ihr Bedürfnis, in Krisen ernst genommen zu werden.

In diesem Seminar werden mögliche Verursachungen, Beeinträchtigungen der psychosozialen Entwicklung, reaktive depressive Episoden, neurotische Entwicklungen, und endogen mitbedingte Depressionen besprochen. Handlungsformen der Ergotherapie werden aufgezeigt und diskutiert.