Weiterbildungsseminar für ErgotherapeutInnen Basel - Liestal

 

 

 Unser Angebot 

Das Weiterbildungsprogramm in der Schweiz / Liestal

Die Kurse werden jeweils ab 5 Teilnehmenden durchgeführt. Wegen Corona ist die Anzahl der Teilnehmenden auf 8 beschränkt. Nach dem Anmeldeschluss können Student*innen die verbliebenen Kursplätze gratis besetzen. Melden Sie sich mit unserem Kontaktlink an, Ihre Anmeldung wird bestätigt und gilt anschliessend als verbindlich.

Unsere Seminare sind vollständig anrechenbar für die obligatorische Weiterbildungszeit, die im neuen MTK-Tarifvertrag festgelegt ist.  



Das Jahresprogramm 2021 im Überblick

 22.01.2021

Soziale Handungskompetenz: Erfassung und   Förderung

Theorie,   Methodik,

Fachbereich   Psychiatrie, Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Gerontopsychiatrie

05.02.2021

Die emotional instabile Persönlichkeit

Ein ergotherapeutisches Behandlungskonzept 

Theorie,   Methodik

Fachbereich   Psychiatrie

 19.03.2021

Einführung   in die Gerontopsychiatrie: Alterungsprozesse im körperlichen, psychischen und   sozialen Bereich

Theorie   und Methodik

Fachbereich   Gerontopsychiatrie

16.04.2021

Ergotherapie für Menschen mit einer Suchtproblematik: die Not verstehen – Resilienz stärken 

Theorie, Methodik

Fachbereich   Psychiatrie, Gerontopsychiatrie


05.06.2021

AD(H)S: Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit und ohne Hyperaktivität im Kindes- Jugend- und Erwachsenenalter 

Theorie,   Methodik

Fachbereich   Psychiatrie, Kinder- u. Jugendpsychiatrie


 25. – 28.08.2021

Achtes Sommercamp am Weiterbildungsseminar:

Neugier: ein wichtiger Handlungsmotivationsfaktor 

Das gesamte Programm kann ab Dezember 2020 auf www.ergoseminar.ch   eingesehen oder bestellt werden

 

Theorie, Methodik

alle Fachbereiche

25.08.2021

Freuden und Leiden auf dem Weg der Entwicklung der Neugier 

Theorie,   Methodik

Fachbereich   Kinder- und Jugendpsychiatrie

26.08.2021

Das Experiment im alltäglichen Handeln

Posttraumatisches Belastungssyndrom 

Theorie,   Methodik

Fachbereich,   Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie

 27.08.2021

Das verlorene Interesse

Burnout- und Boreout-Syndrom 

Theorie,   Methodik

FB   Psychiatrie

28.08.2021

Motivation, Handlung und die Bedeutung der Neugier

Eine Vertiefung und Erweiterung des Handlungsmodells 

Theorie

Fachbereich   Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Gerontopsychiatrie

 24.09.2020

Gruppen leiten – soziale Netze knüpfen Die Vorbereitung zur Förderung sozialer Handlungskompetenz

Theorie,   Methodik

Fachbereich   Psychiatrie, Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Gerontopsychiatrie

 29./30.10.u.   03.12.21

Grundlagenmodul

 Theorie,   alle Fachbereiche

13.11.2021

Psychodynamik und Persönlichkeitsstruktur

Ergotherapeutisches Behandlungskonzept

Depression im erwachsenen und im fortgeschrittenen Alter

Methodik

Fachbereich Psychiatrie, Gerontopsychiatrie   




 

 Das Jahresprogramm im Detail

 

Soziale Handlungskompetenz: Erfassung und Förderung

TeilnehmerInnen:        ErgotherapeutInnen Fachbereich Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie

Leitung:                       Marlys Blaser, Suzanne Fürst

Ort:                              Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                             9.15 - ca 17.45 (8 Lektionen)

Datum:                        22. Januar 2021

Kosten:                        CHFR  270.00

Anmeldung bis:            05.01.2021

Kosten:                        CHFR  270.00

Anmeldung bis:            05.01.2021

Die Faktoren sozialer Handlungskompetenz sind diejenigen Fähigkeiten und Eigenschaften, die es einem Menschen ermöglichen, innerhalb eines sozialen Systems eine Handlung so zu gestalten, dass sie sowohl den Anforderungen, die soziale Systeme an ihn stellen, als auch den eigenen physischen und psychischen Bedürfnissen gerecht werden. Sie basieren auf einer guten Mentalisierungsfähigkeit und stellen einen wichtigen Faktor psychischer Resilienz dar. Oftmals ist die Balance zwischen der Anpassung nach innen resp. nach aussen unausgeglichen und führt zu Erschöpfung und Depression oder zu Verwahrlosung und sozialer Isolation.

In diesem Seminar wird einerseits der Begriff der sozialen Handlungskompetenz ausführlich referiert und ein Erfassungsinstrument für die Ergotherapie vorgestellt, andererseits werden die ergotherapeutischen Handlungsformen, insbesondere die Gruppensettings beleuchtet und diskutiert.

Der Kurstag kann sinnvoll durch den Kurstag «Gruppen leiten – soziale Netze knüpfen» ergänzt werden.

 BEREICH THEORIE / ERGOTHERAPEUTISCHE METHODIK

PSYCHIATRIE

Die emotional instabile Persönlichkeit, ein ergotherapeutisches Behandlungskonzept 

TeilnehmerInnen:        ErgotherapeutInnen Fachbereich Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie

Leitung:                       Marlys Blaser

Ort:                              Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                             9.15 - ca 17.45 (8 Lektionen)

Datum:                        05. Februar 2021

Kosten:                        CHFR  270.00

Anmeldung bis:            15.01.2021

Aufgrund einer Borderline-Persönlichkeitsstrukturentwicklung begegnen wir in der Ergotherapie am häufigsten Menschen mit einer emotional instabilen Persönlichkeit. In einem ergotherapeutischen Behandlungskonzept geht es um die Erfassung und Förderung in den drei Bereichen ich mit mir selbst (Selbstrepräsentation, Selbstwahrnehmung, Individuation, Identität, Autonomie), ich und die Anderen (Objektrepräsentationen, soziale Handlungskompetenz – insbesondere Mentalisierungsfähigkeit und Verbindlichkeit), sowie ich und meine Handlung (leblose Objekte, Sachliche Zielorientiertheit, konstruktive Überwindung von Schwierigkeiten).

Ein solches Behandlungskonzept wird – basierend auf entwicklungstheoretischen Erläuterungen – vorgestellt.

Anhand von praktischen Beispielen werden Einsatz und Akzentuierung des Behandlungskonzeptes im Hinblick auf den individuell relevanten Lebenszusammenhang diskutiert.

Fallbeispiele der Teilnehmenden können vorgestellt und diskutiert werden. 

BEREICH THEORIE / ERGOTHERAPEUTISCHE METHODIK

GERONTOPSYCHIATRIE

Einführung in die Gerontopsychiatrie: 

Alterungsprozesse im körperlichen, psychischen und sozialen Bereich

 TeilnehmerInnen:       ErgotherapeutInnen Fachbereiche Gerontopsychiatrie,Psychiatrie, Neurologie 

Leitung:                       Marlys Blaser, n.n. 

Ort:                              Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                             9.15 - ca 17.45 (8 Lektionen)

Datum:                         19. März 2021

Kosten:                       CHFR  270.00

Anmeldung bis:          15.01.2021 

Dieser Kurstag bietet eine Einführung in den Bereich Gerontopsychiatrie für Ergotherapeut*innen und damit in den entsprechenden Zertifizierungsgang. Alterungsprozesse im körperlichen, psychischen und sozialen Bereich werden vertieft referiert. Im körperlichen Bereich werden insbesondere die Einschränkung der Sinnesorgane, grob- und feinmotorische sowie neurologische Einschränkungen beleuchtet. Die psychosoziale Entwicklung ist mit dem Erreichen des Erwachsenenalters nicht abgeschlossen. Vielmehr stellen gerade das zunehmende Alter, abgeschlossene Lebensprojekte, gesundheitliche Einschränkungen und die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens neue Herausforderungen im Entwicklungsprozess dar. Soziale Kontakte werden durch altersbedingte Einschränkungen ebenfalls erschwert. Es kann zur Vereinsamung oder Isolation kommen. Die Digitalisierung der Welt spielt dabei eine nicht geringe Rolle. Die Bedeutung von Alterungsprozessen für die psychische Befindlichkeit sowie ihr Einfluss auf bereits bestehende psychische Erkrankung resp. auf erst im Alter auftretende psychische Erkrankung wird aufgezeigt und diskutiert.

 

 BEREICH THEORIE, PSYCHIATRIE, GERONTOPSYCHIATRIE

THEORIE, ERGOTHERAPEUTISCHE METHODIK

 Ergotherapie für Menschen mit einer Suchtproblematik: die Not verstehen, Resilienz stärken

TeilnehmerInnen:          ErgotherapeutInnen Fachbereich Psychiatrie, Gerontopsychiatrie

Leitung:                         Marlys Blaser, Epameinondas Zachos

Ort:                                Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                               9.15 - ca 17.45 (8 Lektionen)

Datum:                           16. April 2021

Kosten:                          CHFR  270.00

Anmeldung bis:             15.03.2021

Ein ergotherapeutisches Behandlungskonzept stellt eine Grundlage zur Verfügung, auf der ergotherapeutische Handlungsformen einem Krankheitsbild optimal angepasst und individuell kombiniert eingesetzt werden können. Es ersetzt nicht die Berücksichtigung individueller Ressourcen und Schwierigkeiten. Letztere liegen bei Suchterkrankungen im Lebensalter, in psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen und in der Wahl des Suchtmittels.

Menschen mit einer Suchtproblematik – Kinder und Erwachsene – suchen sich zur Linderung ihrer Schwierigkeiten sehr unterschiedliche Suchtmittel mit unterschiedlichen Folgen aus. Die Not entsteht aus individuellen Gründen und liegt meistens in einer schwer beeinträchtigten psychosozialen Entwicklung begründet. Bei Patienten mit einer Suchtproblematik können die Schwierigkeiten nicht in einer einzigen, klaren Dimension gefasst werden. Eines haben sie jedoch gemeinsam: die Not im Umgang mit schwierigen Situationen, Lebensphasen, Beziehungen, mit traumatisierenden Lebensereignissen. Um solche Not abwenden zu können, greifen Menschen auf ihre individuell ausgeprägte und gestärkte Resilienz zu. Diese setzt sich aus angeborenen Persönlichkeitsmerkmalen und aus mit der psychosozialen Entwicklung erworbenen Fähigkeiten zusammen. Einen herausragend wichtigen Faktor stellt die Mentalisierungsfähigkeit dar.

Die Aufgabe der Ergotherapie und ihre grosse Wirkung im Suchtbereich liegt darin, die psychische Resilienz von suchterkrankten Menschen zu stärken. Sie setzt damit bei der Basis der Schwierigkeiten an. Sie richtet ihr Augenmerk auf den individuellen Menschen in seiner Not, schwierige und komplexe Lebenssituationen zu meistern.

Fallbeispiele der Teilnehmenden können vorgestellt und diskutiert werden. 

BEREICH THEORIE, METHODIK, THERAPEUTISCHE HALTUNG

PSYCHIATRIE, KINDER- U. JUGENDPSYCHIATRIE

 AD(H)S: Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom im Kindes- und Erwachsenenalter

TeilnehmerInnen:          ErgotherapeutInnen  Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie

Leitung:                         Marlys Blaser, Valentina Marino

Ort:                                Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                               9.15 – 17.45 (8 Lektionen)

Datum:                          05. Juni 2021

Kosten:                          CHFR 270.00

Anmeldung bis:             15.04.2021

Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom bedeutet eine Beeinträchtigung der Meisterung des Alltags, der wir in der Ergotherapie sehr oft begegnen und für deren Behandlung uns auch ausgezeichnete Mittel zur Verfügung stehen. Trotzdem stellt sich immer wieder die Frage, was dieses Syndrom (auch bekannt als MCD, POS, ADD, ADHS) genau bedeutet und welche Aspekte innerhalb der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Ergotherapie behandelt werden können.

In einem ersten Teil des Fortbildungstages werden neuropsychologische Grundlagen im Hinblick auf Erkennung und Erfassung der Problematik des ADS vermittelt. Zentral sind dabei die Exekutivfunktionen, die die Voraussetzung für die kognitiven Informationsverarbeitungs-prozesse im Regelkreis der Handlungssteuerung und -energetisierung darstellen. Die Erklärung, wie sich die Exekutivfunktionen auf die Informationsverarbeitungsprozesse auswirken, resp. welche Schwierigkeiten sie hier auslösen, ermöglicht es Ergotherapeut*innen, die individuelle und soziale Handlungskompetenz in dem für die Betroffenen relevanten Zusammenhang zu erfassen und zu fördern. Wir verfolgen also den Weg von der Exekutivfunktion bis zum zusammenhängenden und sinnhaften Handeln. Dabei profitieren die Teilnehmenden untereinander von den Erfahrungen mit Kindern, resp. mit Erwachsenen. Was hat ein Kind, das jetzt Ergotherapie bekommt, ev. als erwachsener Mensch für Schwierigkeiten und wie könnte diesen heute schon entgegengewirkt werden? Was hat ein erwachsener Mensch, der heute Ergotherapie bekommt, ev. für eine Leidensgeschichte erlebt? Von den neuropsychiatrischen Grundlagen werden wir uns diskutierend bis zu lebensphilosophischen Aspekten bewegen.

Im zweiten Teil werden Behandlungsbeispiele und methodische Möglichkeiten vorgestellt. Es besteht die Möglichkeit, aus der Praxis mitgebrachte Fallbeispiele zu diskutieren. 


BEREICH THEORIE / ERGOTHERAPEUTISCHES BEHANDLUNGSKONZEPT

 Neugier: ein wichtiger Handlungsmotivationsfaktor

Achtes Sommercamp 25.-28. August 2021

Kosten und Anmeldung

Jeder Seminartag am Sommercamp beinhaltet 8 Lektionen und kostet CHFR 270.00

Bei einer Buchung der vollständigen Kurswoche ist der 4. Seminartag kostenfrei!

Die Seminartage können einzeln gebucht werden.

Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie eine Kursbestätigung/ Rechnung. Ihre Anmeldung gilt mit der Einzahlung bis 30. Juni als verbindlich, bei einer Stornierung nach dem 31. Juli kann keine Rückerstattung bzw. kein Kostenerlass mehr erfolgen.

Die Seminartage werden bei einer Mindestteilnehmerinnenzahl 5 durchgeführt. Falls ein Seminartag nicht durchgeführt werden kann, werden Sie bis zum 30. Juni benachrichtigt. Die Anzahl Teilnehmende ist wegen Corona auf 8 Plätze beschränkt. Nach dem Anmeldeschluss frei gebliebene Plätze können von StudentInnen gratis belegt werden.

In Ausnahmefällen ist eine kurzfristigere Anmeldung möglich, zögern Sie nicht, anzufragen.

Für die Vermittlung günstiger Unterkunftsmöglichkeiten melden Sie sich bitte rechtzeitig. 

Überblick

Jeder Seminartag kann einzeln gebucht werden und beinhaltet die folgenden Gefässe

Inputs                                                  8.45 – 9.45

In den Inputs vermitteln verschiedene Dozentinnen sinnliche und sinnhafte Möglichkeiten für eine Erweiterung des ergotherapeutischen Spektrums.


Theorieseminare                             10.00 – 13.00

Die Theorieseminare richten sich an alle interessierten ErgotherapeutInnen. Sie werden so gestalten, dass sie einerseits ein Quereinsteigen ohne absolvierten Grundkurs ermöglichen, andererseits als Auffrischer zu Inhalten des Praxismodells Blaser und als Ergänzung theoretischen Fachwissens geeignet sind.

Workshops                                        14.15 – 15.30

Die Workshops werden von erfahrenen ErgotherapeutInnen geleitet. Sie bieten die Möglichkeit, sich mit Handlungsformen der Ergotherapie, (Mittel, Instruktionsmethoden, Erfassungsmethoden, therapeutischen Haltungen und Interventionen) aktiv auseinanderzusetzen. Die WorkshopleiterInnen stellen eigene Projekte zur Diskussion.

Meisterwerke                                     16.00 – 16.45

Zur Abrundung des informationsreichen  Seminartages werden in verschiedener Form Meisterwerke vorgestellt und dikskutiert. Traditionsgemäss bereitet den Anfang ein gemeinsamer Filmabend. Als weitere Meisterwerke wollen wir ergotherapeutische Behandlungen durch erfahrene Kolleginnen betrachten. Diese stellen Fallbeispiele vor, die supervidiert und besprochen werden. Ein Supervisionsplatz erfordert möglichst baldige Anmeldung, die Plätze sind sehr begrenzt. Kolleginnen, die am Sommercamp teilnehmen, sind eingeladen, als HörerInnen an den Supervisionen teilzunehmen.

Der Zyklus Meisterwerke wird mit der Vorstellung neuer Zertifizierungsarbeiten abgerundet. In diesem Rahmen ist es auch möglich, andere eigene Projekte vorzustellen.

Abendprogramme                          ab 19 Uhr

Der kollegiale Austausch über berufliche und berufspolitische Themen sowie die Entschleunigung im gemütlichen Zusammensein sind uns wichtig.

Ein Filmabend, ein gemeinsames Abendessen, ein spontaner gemeinsamer Abendspaziergang, zur Abrundung der Woche ein gemütlicher Apero u.a.m. bieten sich an. Die Teilnahme erfordert z.T. eine Anmeldung, vgl. Programm

25. August / 1. Tag

Freuden und Leiden auf dem Weg der Entwicklung der Neugier

 TeilnehmerInnen:        ErgotherapeutInnen Fachbereich Kinder- und Jugendpsychiatrie

Leitung:                        M. Blaser

Ort:                               Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                              8.45 – 16.45 (8 Lektionen)

Datum:                            25. August 2020

Kosten:                         CHFR  270.00

Anmeldung bis:             30. 6. 2021

Zum Theorieseminar:

Nachdem wir uns am Seminar in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Motivationsfaktor Selbstwirksamkeitsüberzeugung auseinandergesetzt haben, der zugleich einen wichtigen Resilienzfaktor darstellt, thematisiert das achte Sommercamp die Neugier. Im ersten Theorieseminar werden die Wurzeln der Neugier aufgespürt. Neugier ist angeboren – und doch braucht sie sorgfältige Unterstützung, damit sie gedeihen und zu einem der wichtigsten Handlungsmotivationsfaktoren werden kann. Das zweite Theorieseminar kreist um das Experiment im alltäglichen Handeln und beschäftigt sich mit dem posttraumatischen Belastungssyndrom, bei dem gerade das normale, meist unbeachtete Handeln im Alltag zu einem grösseren Experiment wird, das Begleitung und Unterstützung braucht. Das dritte Theorieseminar beschäftigt sich mit dem Verlust des Interesses bei zwei Syndromen, die uns im digitalen Wandel der Welt noch sehr beschäftigen werden: Burnout und Boreout. Burnout hat mit Erschöpfung, Überforderung und Reizüberflutung zu tun. Boreout demgegenüber mit Langweile, Sinnlosigkeit und Kreativitätsverlust. Beiden extrem herausfordernden psychischen Zuständen werden wir im weiteren digitalen Wandel und unter erschwerten Lebensbedingungen (Beschleunigung aller Lebensprozesse einerseits, Arbeitslosigkeit und Pandemien andererseits) begegnen müssen. Die Ergotherapie kann in dieser Hinsicht Vieles erklären, bewirken und Leiden erleichtern. Das vierte Theorieseminar beleuchtet den theoretischen Hintergrund und integriert mit der Neugier das Handlungsmodell mit Motivationstheorien. Das vielen Ergotherapeutinnen schon vertraute konzeptionelle Modell für die Ergotherapie erhält eine Vertiefung und Erweiterung. 

Input        Neugier oder Gier auf Neues?

             Marlys Blaser     

Das Sommercamp wird eröffnet, wir sind neugierig auf theoretische AHA-Erlebnisse, angeregte Diskussionen, neue Mittel für die Ergotherapie, Experimente.

Neugier ist ein wichtiger Faktor der Motivation zum Handeln. Die Förderung der Neugier passt ebenso wie die Förderung der Selbstwirksamkeitsüberzeugung in ergotherapeutische Behandlungskonzepte, die die Handlungskompetenz eines Menschen und damit auch die Handlungsmotivation ins Zentrum stellen. Das Eingangsreferat beleuchtet einerseits das Thema im Hinblick auf die Sommercampwoche, stellt andererseits aber auch die Frage nach der negativen Seite der Neugier: Gier auf Neues? Kann Neugier auch in eine Hetzjagd nach den neusten Informationen, den neusten Erfindungen und Entwicklungen auf dieser Welt umschlagen? 

Workshop       

Workshop:    Der Neugier den Weg bahnen. Erfahrungen aus der Ergotherapie 

                      E. Binder

 

26. August / 2. Tag

BEREICH THEORIE

PSYCHIATRIE, GERONTOPSYCHIATRIE, KINDER- UND JUGENDPSYCHIATRIE

Das Experiment im alltäglichen Leben. Posttraumatisches Belastungssyndrom 

TeilnehmerInnen:          ErgotherapeutInnen Fachbereich Psychiatrie, Gerontopsychiatrie, Kinder- u. Jugendpsychiatrie

Leitung:                         M. Blaser

Ort:                                Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                               8.45 – 16.45 (8 Lektionen)

Datum:                          26. August 2021

Kosten:                          CHFR 270.00

Anmeldung bis:             30. 6. 2021

Zum Theorieseminar

Das Rad ist schon längst erfunden. Und doch stellt jede Handlung ein Experiment dar. Ein Experiment in der Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit. Die wichtigsten Motivationsfaktoren sind dabei die Selbstwirksamkeitsüberzeugung und die Neugier. Was aber, wenn das Handeln durch traumatisierende Erlebnisse blockiert ist? Genügt es, die Resilienz (insbesondere die Selbstwirksamkeitsüberzeugung) eines Menschen mit einem posttraumatischen Belastungssyndrom zu stärken? Kann die Ergotherapie auch noch den darauf aufbauenden Schritt zur Lust auf Experimente im persönlichen Alltag fördern und begleiten?

Das Theorieseminar zum PTSD mit dem Schwerpunkt auf der neuen Entdeckung des (all-)täglichen Experimentierens findet im Rahmen des Sommercamps statt und wird durch einen Input eingeleitet, in dem ein Fallbeispiel vorgestellt wird und mit einem Workshop zum Thema Neugier in der ergotherapeutischen Arbeit ergänzt. 

Input:        Wenn der Alltag zum Experiment wird

                         Sandra Cicchini 

Nach einer schweren Traumatisierung wird vieles, was für andere selbstverständlich zur Alltagsbewältigung und Freizeitgestaltung gehört durch Ängste zu einem grösseren Experiment. Ob Busfahren, Geld am Automaten einlösen, in einer Warteschlange stehen, einen Arztbesuch machen, ins Kino gehen, Kleider einkaufen… alles kann erwartet oder auch unerwartet scheinbar unüberwindbare Schwierigkeiten bereiten. Die Neugier ist erloschen, die Angst hat ihren Platz eingenommen. Zurück bleibt die Sehnsucht, am normalen Leben wieder teilhaben zu können.

So kann die Ergotherapie zu einer Rückeroberung der Neugier und der Fähigkeit, im Alltag mutige Experimente zu machen und sich in Skills zur Bewältigung von Panikattacken zu üben, verhelfen.

In diesem Input erhalten wir einen beeindruckenden Einblick in die ergotherapeutische Begleitung zurück in einen entspannteren Alltag. 

 Workshop     Handwerk und Gestaltung als Experiment

                                   n.n. 


 27. August / 3. Tag

 BEREICH THEORIE / ERGOTHERAPEUTISCHES BEHANDLUNGSKONZEPT

PSYCHIATRIE, GERONTOPSYCHIATRIE

Theorieseminar: Das verlorene Interesse: Burnout- und Boreout - Syndrom

                                   Marlys Blaser 

TeilnehmerInnen:         ErgotherapeutInnen der Fachbereiche Psychiatrie und Gerontopsychiatrie

Leitung:                        M. Blaser

Ort:                               Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                              8.45 – 16.45 (8 Lektionen)

Datum:                          27. August 2021

Kosten:                         CHFR 270.00

Anmeldung bis:             30. 6. 2021

Zum Theorieseminar

Interesse bedeutet dabei sein, unter Menschen sein und handeln. Es ist demnach ein für die Ergotherapie bedeutungsvolles Thema. Kann ein Mensch ohne angemessene individuelle und soziale Handlungskompetenz überhaupt Interesse entwickeln? Wie kann er dabei unterstützt werden, wenn er durch physische oder psychische Beeinträchtigungen am Handeln gehindert wird? In unserer Zeit der Digitalisierung der Welt kann das Interesse jedoch auch durch die Überflutung durch Anforderungen (Burnout) oder einen Mangel an Herausforderungen (Boreout) verloren gehen. Wir haben es in der Coronakrise erlebt. Was bedeuten zunehmende Arbeitslosigkeit, Homeoffice, Arbeit in isolierten Räumen für Menschen? Wie können sie ihr Interesse daran, als Mensch zu handeln, aufrechterhalten? Kann die Ergotherapie dazu Ideen und konkrete Hilfsmöglichkeiten entwickeln? In diesem Theorieseminar werden die beiden Syndrome beleuchtet und erklärt und es entsteht eine Diskussionsbasis für eine zukunftsorientierte Ergotherapie. Das Seminar findet im Rahmen des Sommercamps statt und wird von zwei Workshops und einer Fallsupervision flankiert.

 

Input   

                                   n.n.


Workshop                  

                                   n.n.

28. August / 4. Tag

BEREICH THEORIE, THERAPEUTISCHE HALTUNG

PSYCHIATRIE

Motivation, Handlung und die Bedeutung der Neugier. Eine Vertiefung und Erweiterung des Handlungsmodells              

TeilnehmerInnen:          ErgotherapeutInnen Psychiatrie, Gerontopsychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie

 Leitung:                        M. Blaser 

Ort:                               Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                              8.45 – 16.45 (8 Lektionen)

Datum:                          28. August 2021

Kosten:                         CHFR 270.00

Anmeldung bis:             30. 6. 2020

 Zum Theorieseminar 

In diesem Theorieseminar beschäftigt uns die Frage, welche Rolle die Neugier als Handlungsmotivation spielt und wie sie in ergotherapeutischen Behandlungskonzepten berücksichtigt werden kann. Das handlungstheoretische Modell wird um Konzepte der Motivationspsychologie erweitert. Das aus der Integration von Handlung und Motivation entstehende integrierte Phasenmodell (v.Cranach &Tschan 1997) wird fundiert und erläutert. Ein grundlegender Motivationsfaktor ist der Wunsch, durch individuelles und soziales Handeln einerseits eigene Bedürfnisse, andererseits die Anforderungen, die die Umwelt an uns stellt, zu erfüllen. Dies entspricht der Anpassungsfunktion von Handlungen, die die Teilhabe am sozialen Geschehen ermöglicht. Es gibt viele weitere Faktoren, die letztlich zur Energetisierung von Handlungen beitragen. Von unbewussten Motiven, die in tiefen, intrapsychischen Konflikten verborgen liegen bis zum Wunsch nach Leistung, Kontrolle, Macht und Ansehen. In der Ergotherapie spielt die Selbstwirksamkeitsüberzeugung eine herausragende Rolle, da sie mit ergotherapeutischen Mitteln sehr gut gefördert werden kann. Welche Rolle kann die Neugier spielen? Können wir sie ebenfalls mit ergotherapeutischen Mitteln fördern?

Dieses Theorieseminar findet im Rahmen des Sommercamps statt und wird von zwei Workshops und einer Fallsupervision flankiert. 

 Input           

                        Den Alltag loslassen - der Neugier frische Energie geben. 

                       R. Banjac

Gefangen im Stress des Alltags ist es uns kaum möglich, auf unerwartete Angebote der Welt noch mit Neugier zu reagieren. «Ich will jetzt nichts Neues, mir ist sowieso schon alles zuviel!» Mit einfachen Übungen erleben wir Möglichkeiten, die tägliche Überforderung und Reizüberflutung loszulassen und uns auf Neues einzustellen. „Seid neugierig wie ein kleines Kind, ohne wieder Kind zu werden» (Patrick Tomatis, Yoga-Lehrer Paris). 

Workshop       Tiergestützte Therapie

                       Brigitte Mandlbauer


BEREICH THEORIE / ERGOTHERAPEUTISCHE METHODIK

PSYCHIATRIE, GERONTOPSYCHIATRIE, KINDER- U. JUGENDPSYCHIATRIE

Gruppen leiten – soziale Netze knüpfen

TeilnehmerInnen:          ErgotherapeutInnen Fachbereiche Psychiatrie, Gerontopsychiatrie Kinder- und                                                           Jugendpsychiatrie, Pädiatrie, 

Leitung:                         M. Blaser, M. Pericin        

Ort:                                Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                               9.15 - ca 17.45 (8 Lektionen)

Datum:                          24.September 2021

Kosten:                          CHFR 270.00

Anmeldung bis:            15.08.2021

Die Erfassung und Förderung der sozialen Handlungskompetenz stellt in der Ergotherapie im Fachbereich Psychiatrie einen eminent wichtigen Faktor dar. Es stehen sowohl ein differenziertes Erfassungsinstrument (ESHK) als auch gut entwickelte und validierte Gruppensettings zur Verfügung. Soziale Handlungskompetenz kann jedoch nur gefördert werden, wenn innerhalb dieser Gruppensettings soziale Netze geknüpft werden. An diesem Kurstag werden geeignete Mittel dazu vorgestellt und eingeübt. Sie erstrecken sich von soziometrischen bis hin zu bildnerisch-gestaltenden Methoden. Das Seminar kann unabhängig oder in Ergänzung zum Kurstag «Soziale Handlungskompetenz: Erfassung und Förderung» besucht werden. 



THEORIE, ERGOTHERAPEUTISCHE METHODIK

PSYCHIATRIE, GERONTOPSYCHIATRIE

Depression im erwachsenen und fortgeschrittenen Alter 

TeilnehmerInnen:         ErgotherapeutInnen Fachbereiche Psychiatrie,Kinder- u. Jugendpsychiatrie

Leitung:                        Marlys Blaser, Mila Pericin

Ort:                               Militärstrasse 19, 4410 Liestal

Zeit:                              9.15 - ca. 17.45 (8 Lektionen)

Datum:                          13. November 2021

Kosten:                         CHFR 270.00

Anmeldung bis:            15.09.2021

Behandlungskonzepte der Ergotherapie stellen den Menschen und seine autonome Handlungskompetenz in den Mittelpunkt aller therapeutischen Handlungsweisen. Die Betätigung des individuellen Menschen in seinem persönlichen sozialen Umfeld und damit auch seine soziale Handlungskompetenz stehen an erster Stelle. Um klientenzentriert vorgehen zu können, braucht die Ergotherapeut*in jedoch ein fundiertes Wissen über die speziellen Ressourcen und Beeinträchtigungen, die ein bestimmtes psychiatrisches Krankheitsbild mit sich bringt. Ohne dieses fundierte Wissen besteht die Gefahr des Scheiterns der Bemühungen, die Patientin in ihrem eigenen, psychosozialen Umfeld und gemäss ihren eigenen Bedürfnissen und Wünschen im Hinblick auf selbständiges Handeln zu unterstützen.

Die spezifischen Ressourcen und Beeinträchtigungen der Handlungsfähigkeit werden anhand der psychosozialen Entwicklung und der daraus entstandenen Persönlichkeitsstruktur depressiv erkrankter Menschen aufgezeigt. Sie finden dadurch eine Erklärung und können in der Ergotherapie besser erfasst werden.

Die Ergebnisse mehrerer Forschungsprojekte an der PUK Zürich werden referiert.

Ein ergotherapeutisches Behandlungskonzept wird vorgestellt, das Erfassung, sinnvolle Zielsetzungen und den evidenzbasierten Einsatz von Mitteln und Instruktionsmethoden beinhaltet. Es berücksichtigt die Depression im erwachsenen sowie im fortgeschrittenen Alter.

Fallbeispiele können vorgestellt und diskutiert werden. 

BEREICH THEORIE, METHODIK

 ALLE FACHBEREICHE DER ERGOTHERAPIE

Grundlagenmodul

TeilnehmerInnen:          ErgotherapeutInnen aller Fachbereiche

Es wird aktive Teilnahme und die Bereitschaft zur Bearbeitung eigener PatientInnenbeispiele erwartet.

 Leitung:                        M. Blaser, U. Steiner, E. Binder

 Ort:                              Militärstrasse 19, 4410 Liestal

 Zeit:                             jeweils 9.15 bis ca 17.45 (8 Lektionen)

 Datum:                         29. / 30. Oktober und 3. Dezember 2021

 Kosten:                        CHFR 800.00

Wir empfehlen das Fachbuch zum Kurs: Blaser M, Csontos I 2014: Ergotherapie in der Psychiatrie, Handlungsfähigkeit und Psychodynamik in der Erwachsenen-, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Verlag Hans Huber, ISBN978-3-456-85324-6, sowie das neu erschienene Fachbuch: Individuelle und soziale Handlungskompetenz: Manual und Erfassungsinstrumente für die Ergotherapie

Anmeldung bis:             31. 8. 2021

Das Grundlagenmodul dauert 3 Tage und wird einmal jährlich durchgeführt. Es werden Kenntnisse über Handlungstheorien und über den Zusammenhang zwischen Handlungskompetenz und Psychopathologie vermittelt und vertieft.

Das handlungstheoretische Modell nach M. Blaser wird vorgestellt. Ein auf diesem Modell basierendes Konzept zum Klinischen Reasoning wird vermittelt.

Die TeilnehmerInnen werden in den Gebrauch eines Erfassungsbogens für die Handlungsfähigkeit eingeführt. Die Anwendung des Bogens wird im jeweiligen Arbeitsfeld der TeilnehmerInnen erprobt und von uns supervidiert.

Die Formulierung von ergotherapeutischen Zielen sowie von handlungsbezogenem Feedback wird unter dem Aspekt der patientInnenzentrierten Arbeit und Gesprächsführung einerseits, unter dem Aspekt der interdisziplinären Berichterstattung andererseits aufgezeigt.

Der Grundkurs wird als Vorbereitung auf die Teilnahme an den Fortbildungstagen empfohlen.

 


Das Weiterbildungsprogramm in Österreich

Informationen und Anmeldung: www.fortbildung@ergoaustria.a

Seminare in Wien

19.02.-21.02.     Grundkurs

             s. Programm Schweiz

               Leitung: M. Blaser u. L. Schnuderl

22.02.2021           Soziale Handlungskompetenz: Erfassung und Förderung

                              Leitung: M. Blaser     

       

23.02.2021          Depression im erwachsenen und fortgeschrittenen Alter. Ein ergotherapeutisches             Behandlungskonzept

                           Leitung: M. Blaser

 23.02.2021           Depression im Kindes- und JugendalterPTSD (Posttraumatisches Belastungssyndrom) im                                Erwachsenen, Kindes- und Jugendalter

                               Leitung: M. Blaser